Veranstaltungen 2026:
Urban Mining in München – die Stadt als Rohstofflager der Zukunft
Donnerstag, 22. Januar 2026, 19 Uhr
mit
Prof. Dr. Kathrin Greiff, Fachgruppe Rohstoffe und Entsorgungstechnik, RWTH Aachen
Karsten Witte, Wurzer Umwelt GmbH
Dr. Julia Schmitt-Thiel, Stadträtin LH München
Moderation: Christoph Moosbauer
Unsere Stadt ist eine wahre Schatzkammer – voller Materialien, die in Gebäuden, Infrastrukturen und Produkten schlummern. Und im Müll. Urban Mining beschreibt das Konzept, Rohstoffe nicht mehr nur aus natürlichen Lagerstätten, sondern aus den bereits vorhandenen „urbanen Lagern“ zu gewinnen und wieder zu verwenden. Diese Kreislaufwirtschaft kann Ressourcen schonen, Abfall vermeiden und CO₂-Emissionen senken. Schätzungen gehen davon aus, dass 25% der Energien und Rohstoffe in Deutschland aus kommunalen Abfällen gewonnen werden könnten.
Der Münchner Stadtrat hat im Dezember 2025 die Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie (MKWS) beschlossen, um München bis 2035 zu einer Kreislaufstadt zu entwickeln, den Ressourcenverbrauch zu senken (Ziel: 30% weniger), Abfall zu vermeiden und lokale Wertschöpfung zu fördern.
Wie kann München als wachsende Metropole Urban Mining strategisch in seine Stadtplanung integrieren – vom Rückbau bis zum Neubau? Welche Rolle können Wirtschaft, Forschung und kommunale Betriebe (z. B. AWM, Bauwirtschaft, TUM) gemeinsam spielen, um funktionierende Stoffkreisläufe und eine echte Rohstoffwende in München zu schaffen? Welche politischen, rechtlichen oder finanziellen Rahmenbedingungen braucht es, damit Urban Mining in München zum Standard in Bau, Recycling und Beschaffung wird?
